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OpenZen · In Entwicklung

OpenZen Sozialnavigator

Ein verständlicher, mehrsprachiger Wegweiser für soziale und behördliche Aufgaben in Deutschland. Statt Fachbegriffe vorauszusetzen, fragt die Anwendung nach der konkreten Situation und zeigt den nächsten sinnvollen Schritt.

In Entwicklung

Der OpenZen Sozialnavigator befindet sich in Entwicklung und ist noch nicht öffentlich verfügbar. Der erste inhaltliche Pilot wird für Engelskirchen und den Oberbergischen Kreis vorbereitet. Funktionen, Kontakte und Abläufe können sich vor einer Veröffentlichung noch ändern.

Eine lauffähige iOS-Entwicklungsversion und eine technische Serverbasis bestehen bereits. Derzeit werden die Nutzerführung, lokale Zuständigkeiten, Quellen, Barrierefreiheit und verständliche Formulierungen weiter geprüft.

Wobei soll der Navigator helfen?

Viele Menschen wissen, was sie brauchen, aber nicht, wie die zuständige Leistung, Behörde oder Beratungsstelle heißt. Das betrifft besonders Menschen, die neu in Deutschland sind, wenig Erfahrung mit Formularen haben oder unter Zeitdruck und Stress handeln müssen.

Der Navigator beginnt deshalb mit Alltagssituationen wie „Ich bin neu angekommen“, „Das Geld reicht nicht“, „Ich habe einen Brief bekommen“ oder „Ich brauche Hilfe bei Wohnen, Gesundheit oder Kindern“.

So ist der Ablauf gedacht

  1. Die Person beschreibt ihre Situation über wenige kurze Fragen.
  2. Die Anwendung zeigt eine konkrete nächste Aufgabe – nicht eine lange Liste möglicher Ämter.
  3. Sie erklärt, welche Unterlagen für diesen Schritt wichtig sind und was bei fehlenden Dokumenten möglich ist.
  4. Sie nennt eine geprüfte zuständige Stelle oder einen sicheren Weg, die Zuständigkeit zu klären.
  5. Danach folgen der nächste Schritt, ein Hinweis auf eine Wartezeit oder eine weitere notwendige Aufgabe.

Beispiele

  • nach dem Umzug die Anmeldung der Wohnung vorbereiten;
  • bei Verlust der Arbeit zwischen Agentur für Arbeit, Jobcenter und weiteren Stellen unterscheiden;
  • bei einem unverständlichen Schreiben Absender, geforderte Handlung und Frist einordnen;
  • für Kinder, Wohnen, Gesundheit oder finanzielle Not eine passende Anlaufstelle finden;
  • bei fehlender Unterkunft oder akuter Gefahr direkt zu einem dringenden Hilfsweg gelangen.

Verständlich, respektvoll und zugänglich

Jeder Bildschirm konzentriert sich auf eine Frage oder eine Handlung. Alltagssprache steht im Vordergrund; notwendige deutsche Fachbegriffe bleiben ergänzend sichtbar. Große Bedienelemente, systemweite Textvergrößerung, Vorlesefunktionen und ein klarer Weg zu menschlicher Hilfe gehören zum Entwicklungskonzept.

Deutsch, Russisch, Ukrainisch, Arabisch, Türkisch und Englisch sind vorgesehen. Inhalte werden nicht einfach automatisch übertragen, sondern sollen sprachlich und fachlich geprüft werden.

Lokale Prüfung statt falscher Sicherheit

Zuständigkeiten und Antragswege unterscheiden sich zwischen Kommunen und können sich ändern. Eine lokal geprüfte Adresse wird deshalb nicht automatisch für ganz Deutschland verwendet. Jede Anleitung soll eine Quelle, ein Prüfdatum und einen räumlichen Geltungsbereich erhalten.

Der Navigator ersetzt keine Rechtsberatung, keine verbindliche Auskunft einer Behörde und keine Entscheidung über einen Antrag. Er soll Menschen helfen, besser vorbereitet den nächsten Schritt zu gehen.

Pilotpartner gesucht

Für die weitere Entwicklung sucht OpenZen den Austausch mit Kommunen, Sozialdiensten, Beratungsstellen, Wohlfahrtsverbänden und Menschen mit eigener Erfahrung im deutschen Hilfesystem. Besonders wichtig sind die fachliche Prüfung realer Wege, verständliche Sprache und Tests mit den späteren Nutzerinnen und Nutzern.

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